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Der Kranichzug hat bereits begonnen...

Kranich-Zahlen 2021 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
ZähltagRhinluch
Schlafplatz Linum
Havelluch
diverse Schlafplätze
Rhin-Havelluch
gesamt

21.09.2021

Min. 21.640

Min. 3.160

Min. 24.800

28.09.2021

36.740

Min. 7.950

Min. 44.690

05.10.2021

Min. 58.560

Min. 14.470

Min. 73.030

12.10.2021

49.226

Min. 10.150

Min. 59.380

19.10.2021

Min. 79.240

16.533

Min. 95.773

26.10.2021

Min. 64.320

Min. 5.960

Min. 70.280

02.11.2021

Min. 50.000

7.218

Min. 57.218

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Auf ein Wort: Unser Storchenhorst

Mit insgesamt fünf Eiern im Gelege hatte das bei uns nistende Storchenpaar einen vielversprechenden Start in die diesjährige Brutsaison. Es waren dann am 21. Mai auch fünf Küken geschlüpft. Sie entwickelten sich normal und wurden von den Eltern gut mit Nahrung versorgt. Auf ungeklärte Weise war aber dann am 30. Mai eines der zuerst geschlüpften Küken abgängig und nicht aufzufinden. Am 12. Juni fanden wir ein weiteres Küken tot auf. Es lag etwa 25 m Weit vom Horst entfernt, war in gutem Ernährungszustand und äußerlich völlig intakt. Die näheren Umstände dieses Verlusts bleiben ebenfalls unklar. Es kam aber zeitgleich infolge eines Unfalls bei der Futtersuche am Straßenrand einer der Altstörche um´s Leben. Der verbliebene Altstorch versorgte nun alleine die auf dem Horst verbliebenen Küken. Eines von diesen verstarb überraschend am 21. Juni gegen 19 Uhr.

Das ist zwar ein betrüblicher Verlauf. Aber es handelt sich um freilebende Tiere. Was anders zu betrachten ist als wenn es sich um eine Gefangenschaftshaltung handeln würde, bei der die menschliche Obhut maßgeblich das Geschehen mitbestimmt. Man muss deshalb, auch bei aller emotionalen Bindung, die man womöglich über die Horstkamera entwickelt hat, den Wildtierstatus der Störche respektieren. Die bei uns lebenden Störche sind Wildtiere und unterliegen den natürlichen Vorgängen, zu denen auch der frühzeitige Tod von Küken als normales Ereignis gehört. Auch unterliegen die Störche den naturschutzrechtlichen Bestimmungen, nach denen die natürlichen Abläufe nicht gestört werden dürfen. Dazu zählt unter anderem auch das Verbot, Tiere an den Brutstätten zu stören oder zu beunruhigen. Somit verbietet sich für uns auch das Eingreifen, um z. B. den Tierkörper des verstorbenen Jungen aus dem Horst zu entnehmen. Abgesehen davon, dass damit das Tier nicht wieder zum Leben zurückkehren würde!

Da kein Hinweis auf irgendwelche Besorgnis erregende äußere Umstände wie etwa grassierende Erkrankungen o. ä. vorliegt, die etwa nach veterinärmedizinischen Untersuchungen verlangen würden, besteht keinerlei Anlass, sich an dem Horst zu schaffen zu machen. Damit würden die dort verbliebenen Jungtiere erheblich gestört, beunruhigt oder sogar gefährdet. Denn diese würden womöglich vor der Störung zu flüchten versuchen und dabei über den Nestrand hinausgeraten und tödlich abstürzen.Deshalb halten wir uns mit irgendwelchen vefehlten, aktionistischen Maßnahem strikt zurück und hoffen auf eine weiter gute Entwicklung der noch verbliebenen Küken. Wir respektieren, dass die bei uns lebenden Störche echte Wiltiere sind und im natürlichen Geschehen sich erfolgreich zeigen werden.

Ihre
Katrin Stahl
Linum 23. Juni 2021

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Kranichrastplatz bei Linum weiterhin Ziel zurückkehrender Kraniche

Linum, 20. Feb. 2021: Mit dem Weichen von Schnee und Eis ist die Rückkehr der Kraniche aus ihren süd- und westeuropäischenÜberwinterungsquatieren in Gang gekommen. Schon seit einigen Tagen treffen die Vögel in zunehmnder Zahl im Bereich des Rhinluchs ein. Nahezu ganztägig sind die Rufe der in das Gebiet einfliegenden Kraniche zu hören. Am späten Nachmittag fliegen kleinere und größere Trupps der großen Vögel nach der Nahrungssuche auf den in Richtung Havelland sich erstreckenden Feldern und Wiesen in das Teichgebiet Linum und das östlich davon gelegene Wiesengelände ein, um dort zu übernachten. Erfahrungsgemäß ziehen sie nach kurzem, mehrtägigem Aufenthalt dann weiter in ihre skandinavischen oder nordosteuropäischen Brutgebiete. Einma mehr erweist sich das Obere Rhinluch zwischen Kremmen und Linum als ein bedeutsamer Trittstein im internationalen Vogelzug!

Dr. Eberhard Schneider

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Kranich-Zahlen 2020 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
ZähltagRhinluch
Schlafplatz Linum
Havelluch
diverse Schlafplätze
Rhin-Havelluch
gesamt

17.11.2020

Min. 300

Min.220

Min.520

10.11.2020

2.260

keine Zählung

2.260

03.11.2020

45.770

6.140

51.910

27.10.2020

59.710

8.720

68.430

20.10.2020

Min. 55.240

7.280

Min. 62.520

13.10.2020

keine Zählung

10.560

10.560

06.10.2020

Min. 57.710

8.050

Min. 65.760

29.09.2020

40.060

5.500

45.560

22.09.2020

20.300

keine Zählung

+ 20.300

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Der Pensionshort 2020

24.05.2020: Bereits zwei Storchenküken geschlüpft!

28.05.2020: Bereits drei Storchenküken geschlüpft!

30.05.2020: Bereits vier Storchenküken geschlüpft!

14.06.2020: Leider fehlt ein Storchenküken, wahrscheinlich wurde es von den Eltern aus dem Nest geworfen. Wir konnten es leider nicht mehr entdecken.

27.07.2020: Der erste Ausflug eines Jungstorches, nach vielen Flugübungen im Nest hat sich der erste Jungstorch nun endlich getraut.

August 2020: Unsere drei Jungstörche sind nach vielen Flugversuchen und eigener Futtersuche nun in Richtung Süden gezogen. Die Storcheneltern bleiben noch ein paar wenige Tage hier um sich zu stärken. Wir wünschen allen Störchen einen reibungslosen Flug und freuen uns, sie hoffentlich im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Unsere Storchenwebcam wird ab April 2021 wieder aktiv sein.

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Neu bei Adebar

Frisch gebackene Waffeln je nach Wunsch!

Mit Puderzucker, Eis, frischem Obst oder Früchten, Nutella, zur Krönung einen Klecks Sahne.

Flammkuchen aus dem Holzbackofen

„Home-made“ und individuell belegt nach eigener Auswahl!!
Ob elsässisch, Lachs, Apfel oder vegetarisch...
Frisch bereitet vom „Experten“.

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Kranich-Zahlen 2019 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
ZähltagRhinluch
Schlafplatz Linum
Havelluch
diverse Schlafplätze
Rhin-Havelluch
gesamt

05.11.2019

12.850

810

13.660

29.10.2019

mind. 41.390

3.350

mind. 44.740

22.10.2019

72.040

6.820

78.860

15.10.2019

55.220

4.430

59.650

08.10.2019

61.090

7.271

68.361

01.10.2019

mind. 32.320

mind. 3.820

mind. 36.140

24.09.2019

mind. 11.810

mind. 1.600

mind. 13.410

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Kranich-Zahlen 2018 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
Rhinluch
Schlafplatz Linum
Havelluch
diverse Schlafplätze
Rhin-Havelluch
gesamt

06.11.2018

22.450

5.380

27.830

30.10.2018

30.890

mind. 3.420

mind. 34.310

23.10.2018

38.800

600

39.400

16.10.2018

74.440

mind. 1.320

mind. 75.760

09.10.2018

mind. 40.140

1.860

mind. 42.000

02.10.2018

49.840

mind. 1.590

mind. 51.430

25.09.2018

16.340

mind. 1.240

mind. 17.580

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Kranichzug 2018

Linum 02. Oktober 2018: Ganz anders als im Vorjahr stellt sich heuer im Oberen Rhinluch die Welt der Kraniche dar. Diesmal bestimmen die ausgebliebenen Niederschläge und weithin die anhaltende Trockenheit die Ereignisse. Schon im zeitigen Augst suchten zahlreiche Kraniche das Teichland in Linum auf, um in einem der großen, mit Wasser flach bespannten Teiche zu übernachten. Das waren schon am 17.08. etwa 350 Vögel, am 31.08. bereits etwa 660 Stück und am 12.09. schon gut 3.000 Exemplare. Jedoch kam es zu diesem Zeitpunkt zum Wegzug einiger. Am 13.09. übernachteten zirka 2.000 Vögel im Teichgebiet. Wegen Austrocknung kleiner Feuchtflächen in der weiteren Umgebung haben diese Kraniche wohl ihre Bruthabitate verlassen und sich im Teichgebiet eingestellt. Anscheinend sind unter Wirkung der Trockenheit manche Bruten erfolglos verlaufen. Viele Küken gingen wohl verloren.

Auch im Rhinluch kam es infolge der Trockenheit sehr frühzeitig zum Abernten der ausgedehnten Maiskulturen, in denen nur geringe Kolben-und Körnerbildung erfolgt war. Die Stoppel wurden zumeist auch alsbald für Neubestellung bearbeitet. So dass das gewohnte, durchaus zweifelhafte (!), Maiskorn-Nahrungsangebot weithin fehlt und sich wie üblich nur in jenen Bereichen findet, die im Vorjahr durch das Niederschlagswasser überstaut waren und über hinreichende Bodenfeuchtigkeit für das üppige Pflanzenwachstum verfügen.

Am 7.9. wurden im Bereich des Rhinluch schon insgesamt ca. 10.000 Kraniche geschätzt. Dank der Zuleitung von Wasser zur Flutung des großen Schlafplatzbereichs auf den Wiesenflächen östlich der Teiche hatten sich erste kleinere Blänken gebildet, die geeignete Schlafplätze bieten. Die erste „Zählung“ dieser Saison beim Morgenausflug am 25.9.2018 hat dann 16.337 Kraniche ergeben, und am 2.10. wurden 49.840 Stück ermittelt, fast wie 2017 zur gleichen Zeit; aber nennenswert geregnet hat es noch immer nicht. Am 29.09. war tagsüber der Zuzug aus nördlicher Richtung eintreffender größerer Gruppen zu beobachten gewesen.

Wegen geringen Angebots an Nahrungsflächen auf Maisstoppel suchen die Kraniche nun sehr wohl auch andere Flächen auf. Neben Grünland durchaus auch gerade mit Wintersaat bestellte Flächen und solche mit Bewuchs aus Zwischenfrucht /Gründüngerpflanzen wie Phacelia. Auffallend ist, dass die Vögel sich dort weiter über die Fläche verteilt aufhalten und mehr in kleineren Gruppen der gemeinsamen Nahrungssuche nachgehen. Bevorzugte Bereiche sind jene in Nähe der, nahezu trocken gefallenen, Entwässerungsgräben wo vermutlich noch etwas mehr Bodenfeuchte besteht und das Picken nach bodenbewohnenden Beutetieren ermöglicht.

Es bleibt spannend, die weitere Entwicklung zu beobachten, insbesondere ob noch in größerer Anzahl Zuzug erfolgen wird und für wie lange diese Tiere im Bereich des Rhinluch Schlafplatzes verweilen werden.

Dr. E. Schneider

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Pensionsstörche eingetroffen
Neue Beobachtungskamera am Storchennest

Rechtzeitig zum Eintreffen der Weißstörche auf dem Horst auf dem alten Schornstein bei der Landpension Adebar wurde am 27. März eine neue Beobachtungskamera angebracht, um das Geschehen im Storchennest über den Monitor zu vermitteln.

Kaum war aber die Installation beendet, landete um genau 15:30 Uhr ein (unberingter) Storch auf dem Nest und begann sogleich mit Nestbauhandlungen. Er blieb und verbrachte die folgenden Tage damit, am Nest zu bauen; gelegentlich ließ er sein „Begrüßungsklappern“ erschallen und führte für ganz sich einsam das Anbalzen eines noch fehlenden Weibchens aus.

Auch die Tage mit der späten Rückkehr winterlichen Wetters überdauerteer, wohl in festem Willen, den besetzten Horst zu halten und die Ankunft eines Weibchens abzuwarten. Sein Warten hat sich gelohnt: Am 05. März, um 14:45 Uhr fand sich, trotz einer gerade niedergehenden Hagelschauer, ansonsten aber ganz unspektakulär und ohne Begrüßungszeremonie, ein weiterer (unberingter) Storch ein. Ein Weibchen, wie die alsbald stattfindende Kopulation auswies.

Die beiden bilden, wie die mehrmals täglich ausgeführten „Tretakte“ erkennen lassen, ein Paar und ergänzen den bisher im Ortsbereich Linum anwesenden Bestand aus 8 Brutpaaren.

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Kranich-Zahlen 2017 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
Rhinluch
Schlafplatz Linum
Havelluch
diverse Schlafplätze
Rhin-Havelluch
gesamt

26.09.2017

Min. 20.000

Min. 20.000

03.10.2017

48.990

8.190

57.180

10.10.2017

37.510

Min. 3.470

Min. 40.980

17.10.2017

29.850

Min. 7.600

Min. 37.450

24.10.2017

Min. 60.020

Min. 12.910

Min. 72.930

31.10.2017

16.940

Min. 16.270

Min. 33.210

07.11.2017

Min. 780

Min. 6.150

Min. 6.930

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Pensionshorst wieder besetzt
Weißstorch-Brutpaar zurückgekehrt

Zwar ließen sie wieder etwas auf sich warten, die im Nest auf unserem alten Schornstein wohnenden Weißstörche. Vielleicht waren die beiden zur Überwinterung weit in südliche Gefilde Afrikas vorgestoßen und kamen wegen des längeren Weges erst später im Oberen Rhinluch an als jene anderen Langschnäbel, die bereits verschiedene Horste in Linum und der Region besetzt haben.

Der „Pensionshorst“ wurde zwar seit den letzten Märztagen wiederholt von einzelnen Störchen kurzzeitig besucht. Aber seit Mitte der vorigen Woche fand sich ein einzelner Vogel ein, der mit lautem Geklappere die Inbesitznahme am Horst kundtat. Alle unsere Beobachtungen deuteten darauf hin, dass es sich um ein Weibchen handeln müsste. Was eher untypisch ist, da gewöhnlich die Männchen als erste auf den Nestern eintreffen. Aber warum sollen sich Storchenmänner nicht auch einmal verspäten?

Am frühen Sonntagabend (09.04.) war es dann soweit: Ein weiterer Storch stellte sich ein. Alsbald war dann die Sache geklärt: die beiden tun ihr Bestes, um befruchtete Eier in´s Nest zu bringen...

Nun trotzt das Paar gemeinsam den Unbilden des Wettergeschehens. Es ist sicher nicht gerade gemütlich, in luftiger das Höhe bei recht kühlem böigen Wind und Regenschauern auszuharren. So wie das Wettergeschehen auch die Nahrungssuche nicht gerade begünstigt, weil die benötigten Insekten inaktiv und nur schwer zu finden sind. Mäuse sind ohnehin nicht häufig und auch die Frösche verkriechen sich, statt sich als Storchenfutter zu präsentieren. Dabei ist es bedeutsam für Anzahl und Qualität der zu legenden Eier, in welchem Ernährungszustand sich ein Storchenweibchen befindet!

So wird der seit Jahren kontinuierlich sinkende Bruterfolg der brandenburgischen Weißstörche eine wesentliche Ursache in dem sinkenden Nahrungsangebot auf den Monokulturflächen der Agrarindustrie haben. Doch die beiden Störche zeigen sich vorerst unbeeindruckt von den Unwirtlichkeit des Geschehens. Mit gemeinsamem Klappern dokumentieren sie immer wieder ihren Anspruch auf den Nistplatz und festigen damit zugleich ihre Partnerbindung, die sich hoffentlich in reichlich Nachwuchs niederschlägt, der im Vorjahr wegen seinerzeitigem Nichterscheinens eines Weibchens ausgeblieben war.

Dr. Eberhard Schneider

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Frühjahrszug der Kraniche hat begonnen

Die erste Meldung zum einsetzenden Frühjahrszug der Kraniche erreichte uns am 15. Februar 2017 aus Nordhessen, wo man die ersten nach Norden ziehenden Kranichformationen beobachtet hatte.

In Rhinluch bei Linum trafen am 15. nachmittags und am 16. frühmorgens auch die ersten Trupps ein. Seit dem sind immer wieder Neuankömmlinge zu beobachten, die den bekannten Rastplatz im Rhinluch ansteuern. Tagsüber findet man die Vögel bei der Futtersuche auf den Feldern der näheren und weiteren Umgebung. Wie lange die hier rastenden Kraniche im Rhinluch verweilen werden, ist nicht abzuschätzen. Der Weiterzug in die Brutgebiete in Skandinavien, Polen, Baltikum oder weiter nordöstlich wird wesentlich vom Wettergeschehen bestimmt und ist nicht vorhersagbar.

Vorerst überwiegt die Zahl der neu Eintreffenden aber deutlich die der Weiterziehenden, sodass derzeit gute Beobachtungsmöglichkeiten bestehen, wobei aber längst nicht jene großen Ansammlungen der „Vögel des Glücks“ erreicht werden wie bei der Rast im Herbstzug.

Auch die Wildgänse finden sich wieder im Teichgebiet ein und rasten dort auf Ihrem Weg in die arktischen Brutgebiete in Nordosteuropa und Russland.

Dr. E. Schneider, 20.02.2017

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Kranich-Zahlen 2016 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
RhinluchHavelluch   Gesamt

14.09.2016

min. 8.000

min. 8.000

16.09.2016

min. 12.500

min. 12.500

20.09.2016

30.430

2.540

32.970

27.09.2016

45.340

2.310

47.650

04.10.2016

59.170

2.270

61.440

11.10.2016

43.870

1.690

45.560

18.10.2016

89.760

4.040

93.800

25.10.2016

68.620

3.150

71.770

01.11.2016

6.180

Min. 820

Min. 7.000

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Kraniche und Gänse im Anflug auf Linum – Rastgebiete sind zu trocken

Eine hochsommerliche Hitzewelle verwandelte Anfang September die Feuchtwiesen im Rhinluch in eine Steppenlandschaft. So fehlen in diesem Jahr die bei den Zugvögeln beliebten Regentümpel auf den Wiesen und Stoppelfeldern. Trotzdem treffen derzeit scharenweise Kraniche und Gänse im Gebiet ein. Unter den aktuellen Bedingungen steht das Teichland Linum im besonderen Fokus der Zugvögel. Hier werden in den kommenden Wochen große Ansammlungen rastender Kraniche, Gänse und Enten erwartet. Naturbeobachter werden aufgefordert mit besonderer Rücksicht auf diese Situation zu reagieren.

Anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge sorgen im Land Brandenburg seit Wochen für sinkende Grundwasserspiegel und Dürre. Ganze Bachläufe, Seen und Tümpel, darunter auch zahlreiche für Zugvögel bedeutende Gewässer sind bereits ausgetrocknet. Vor allem der Kranich bevorzugt größere Flachwasserpartien als Schlafplatz. Das Teichland Linum und benachbarte Feuchtgebiete zählen seit langem zu den größten Rastgebieten der Kraniche auf dem westeuropäischen Zugkorridor. Unter den aktuellen klimatischen Bedingungen sorgen die Naturschutzakteure (AG Kranichschutz Rhin-/Havelluch) zusammen mit Landwirten, dem Wasser- und Bodenverband und den zuständigen Behörden vor Ort bereits seit Wochen für den Rückhalt von Oberflächenwasser im Abflusssystem des Rhins.

Die derzeitige Großwetterlage, geprägt durch Nordost- und Ostwinde, verschafft den Zugvögeln günstige Flugbedingungen, so dass seit einigen Tagen größere Scharen an Kranichen im Gebiet eintreffen. Der aktuelle Bestand wird auf ca. 8000 Kraniche und einige tausend Graugänse geschätzt. Dank der Vorkehrungen im Linumer Teichgebiet und Umland stehen den Zugvögeln auch unter den extremen Witterungsbedingungen ausreichend große Wasserflächen als Schlafplatz zur Verfügung. Norbert Schneeweiß (Landesamt für Umwelt) rechnet diesjährig mit einer vergleichsweise starken Konzentration der Kraniche im Raum Linum: „Im Gegensatz zu anderen Jahren fehlen die Regentümpel der Wiesen und Stoppelfelder. Die Flachgewässer jedoch sind für die Zugvögel als Schlafplatz von Bedeutung. Ein weiterer ebenso wichtiger Aspekt ist die Abgeschiedenheit und Ruhe in diesen Gebieten. Derartige Bedingungen bieten derzeit nur noch das Linumer Teichgebiet und einige benachbarte Gewässer. Es ist also damit zu rechnen, dass sich die Vögel in den kommenden Wochen hier in außergewöhnlicher Dichte versammeln. Die Störungsempfindlichkeit dieser Rastplätze ist besonders hoch. Besucher, die sich am Naturschauspiel des Vogelzuges erfreuen, sind daher um so mehr in der Verantwortung, nicht durch eigenes Verhalten das Zuggeschehen zu stören.“

Die Zugsaison währt etwa von Anfang September bis Ende November mit einem Höhepunkt in der zweiten Oktoberdekade. Zu dieser Zeit versammeln sich bis zu 80.000 Kraniche im Luch. Das Dorf Linum liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet Rhin-/Havelluch und gehört inzwischen zu den nicht nur bei Ornithologen bekannten Top-Beobachtungspunkten des Kontinents.

Bitte beachten Sie wichtige Verhaltensregeln für eine Exkursion in das Schutzgebiet:

  • informieren Sie sich vor Ihrem Besuch in der NABU-Storchenschmiede oder im Internet (www.oberes-rhinluch.de, www.agnatur.net)
  • nehmen Sie möglichst an einer organisierten Führung teil
  • nutzen Sie die markierten Wege und Aussichtspunkte, beachten Sie die Wegesperrungen und aktuelle Hinweise
  • für Hunde gilt absoluter Leinenzwang!
  • Kraniche haben eine Fluchtdistanz von ca. 300 m, bewegen Sie sich nicht auf freiem Gelände
  • nutzen Sie die Büsche und Hecken entlang der Wege als Deckung
  • nehmen Sie ihr Blitzlicht vor dem Fotografieren außer Betrieb
  • leuchten Sie mit Taschenlampen nicht nach oben
  • der Überflug mit tief fliegenden Luftfahrzeugen ist untersagt

Für Ihr Verständnis dankt Ihnen die Arbeitsgruppe Kranichschutz Rhin-/Havelluch.

Informationen zur Kranichrast:

Storchenschmiede Linum (NABU Naturschutzzentrum)
Nauener Str. 54, 16833 Linum Tel. 033922 / 50 500
www.storchenschmiede.de / storchenschmiede@nabu-berlin.de

Naturschutzstation Rhinluch (LfU Brandenburg)
Nauener Str. 68, 16833 Linum
Tel. 033922 / 90 255
Norbert.Schneeweiss@lfu.brandenburg.de

Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. (LFV)
Am Markt 24, 16766 Kremmen Tel. 033055 / 22 099 (+AB)
www.oberes-rhinluch.de / vorstand@oberes-rhinluch.de
Kranichrastplatzbetreuer Linum Ekkehard Hinke
Tel.: 03302 / 22 02 12

Vogelschutz-Komitee e.V.
Regionalbüro Brandenburg
Nauener Str. 25A, 16833 Linum,
Tel. und Fax: (033922) 90631
www.vogelschutz-komitee.de

 

AG Kranichschutz Rhin-/ Havelluch
Naturschutzstation Rhinluch
Nauener Str. 68
16833 Linum
Tel: 033922/90255

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Weitere Meldungen finden Sie in unserem Archiv -->

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 Fotoserie von Edina Stojan



 Fotoserie von Rüdiger Brand



 Fotoserie: Kraniche 2021



 Fotoserie: Kraniche 2020 (© Rüdiger Brand)



 Serie: Naturfotos Linum 2020 ( (© Rüdiger Brand)



 Fotoserie: Kraniche in Linum 2020



 Fotoserie: Gänse im Teichland 2020



 Fotoserie: Kraniche in Linum 2019



 Fotoserie: Der Pensionshorst 2019



 Fotoserie: Störche in Linum 2019



 Fotoserie: Kraniche in Linum 2018 (© E. Bitterle)



 Fotoserie: Kraniche in Linum 2018
 (© Edina Stojan)



 Fotoserie: Der Pensionshorst 2018



In der Landpension Adebar zu Gast:
Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D.



 Fotoserie: Kraniche in Linum 2017 (© E. Bitterle)



 Fotoserie: Kranichrast 2017 in Linum



 Fotoserie: Vögel des Rhinluchs



 Fotoserie Der Pensionshorst 2017



 Kranichrast 2016 in Linum




 Der Pensionshorst 2016







 Kranichrast in Linum 2015 (Fotos: E. Baumann)












 Kranichzug 2015




 Der Pensionshorst 2015




 Kranichzug 2014






 Frisch gebackene Waffeln



 Flammkuchen aus dem Holzbackofen






 Unsere drei Jungstörche 2014




 Fotoserien, aufgenommen von unseren Gästen







 Kranichrast auf den Feldern um Linum








 Der herbstliche Kranichzug 2013


Der Sonnenaufgang

Die Kraniche fliegen direkt über unsere Häuser hinweg

Nahrungsaufnahme auf den angrenzenden Feldern

Die Kranichbeobachtungs­plattform direkt auf unserem Grundstück

Solarbootfahrt auf dem Amtmannskanal

Der Abendeinflug der Kraniche

 Kranichfest in Linum














Wir bitten ausdrücklich, dem Aufruf zum schonenden Umgang mit den Kranichen unbedingt Folge zu leisten.

Für Führungen stehen wir zur Verfügung; Anmeldung bei VsK oder Landpension Adebar.
Auch Fahrten mit dem Kremser-Wagen sind nach Anmeldung möglich zur Beobachtung der Kraniche auf den Feldern.

 
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