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Der Pensionshorst

Linum, 06.06.2016

Unsere Störche sind für jede Überraschung gut: Erschien der „Pensionshorst“, das Nest auf dem ausgedienten Schornstein, in den letzten Wochen auch mehr oder weniger verwaist und nur als sporadisch angeflogener Besuchsplatz, so hat sich dies abrupt geändert.

Am frühen Vormittag des 04.06. stellten sich zwei Störche ein und stehen seitdem ausdauernd auf dem Horst. Auch über Nacht. Häufig ausgeführtes synchrones „Klappern“, Balzverhalten mit sogar „Aufreiten“ und andere Sozialkontakte lassen auf die enge Beziehung dieser beiden Vögel schließen. Gegenüber vorbei fliegenden Artgenossen zeigen sie den Horst verteidigendes Territorialverhalten. Dieses „späte Paar“ hat nun wohl doch noch dort seinen Platz gefunden, den beide nur zu kurzen Nahrungsflügen verlassen. Für eine Brut ist es natürlich zu spät. Aber vielleicht kehren die Beiden im nächsten Jahr zurück. – Es handelt sich möglicherweise um ein derzeit noch nicht brutfähiges Jungtierpaar, das sich aus den immer wieder aufscheinenden Junggesellentrupps umherstreifender Weißstörche rekrutiert hat. Jedenfalls ist das vermutlich männliche Tier nicht der im April residente Storchenmann, denn der war „verlobt“, trug einen Markierungsring am Fuß. Die nun hier Klappernden sind beide unberingt.

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Störche aktuell in Linum

Sie taten sich diesmal etwas schwer mit der Rückkehr aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten. Erst ab Anfang April besetzten ankommende Weißstörche die traditionell besetzten Horste in Linum. Bei der damals noch herrschenden kalten und von großer Trockenheit bestimmten Witterung war es dann mühsam für die Ankömmlinge, ihren Tagesbedarf an Futter zu decken: Es fehlte an größeren Insekten, Regenwürmern, Feldmäusen, Amphibien sowieso, und was sich so alles im vielfältigen Nahrungsspektrum der Adebare findet. Dabei ist ein guter körperlicher Zustand der Störchinnen wichtig, deren Eiablage sehr stark von ihrem Ernährungszustand beeinflusst wird. Unterernährte Weibchen legen weniger Eier, die oftmals auch erfolglos bebrütet werden.

In der ersten Aprildekade waren dann nach und nach insgesamt 10 der in der Ortslage befindlichen Horste besetzt. Auf einigen auch von Brutpaaren, die dann alsbald auch mit Eiablage und Brutgeschäft begonnen haben.

Auf unserem „Adebarhorst“, zu dem im vorigen Jahr das Weibchen nicht zurück-gekehrt war und für den das verwitwete Männchen erst zum Juni-Ende eine neue Partnerin gewinnen konnte, was aber zu spät für eine Brut war, ging es ungewöhnlich zu. Bereits am 7. April stand ein Storch auf unserem Horst, den er dann aber wegen Nahrungssuche (und Partnersuche?) praktisch nur in den Nachtstunden aufsuchte. Dann gesellte sich eine Partnerin hinzu; wir konnten Balz und Kopula beobachten. Der Horst wurde von beiden gegen „Besucher“ verteidigt. Über einen Tag saß das Weibchen dann auf dem Nest; es hatte wohl mit der Eiablage begonnen?

Doch dann war der Horst so gut wie verlassen, nur zur Nachtzeit stellte sich ein Storch ein, der frühmorgens wieder abflog. Es hat die Futtersuche zum eigenen Erhalt die Vögel wohl stark in Anspruch genommen – Der infolge intensiver Agrarwirtschaft immer gravierender aufscheinende Mangel an Nahrung für die Störche bereitet ohnehin ja im gesamten Land Brandenburg schon länger und zunehmend den Weißstörchen große Probleme wegen Futterknappheit. Im Ergebnis der unzureichenden Ernährung ist die Versorgung der Jungvögel zunehmend ungenügend und die Jungenaufzucht leidet. Infolgedessen ziehen Brandenburgs Storchenpaare immer weniger Junge erfolgreich auf. Im Landesdurchschnitt sind es nur noch 1,8 Junge pro Brutpaar – zu wenig, um den Bestand zu erhalten und die vielfältigen natürlichen und unnatürlich bedingten, z. B. an Windkraftanlagen oder Stromleitungen, Verluste auszugleichen.

Dan ganzen Maimonat über ging es ungewöhnlich zu auf unserem „Pensionshorst“: Es tauchen immer wieder Störche auf, manchmal zu zweit, manchmal kommt ein dritter hinzu, es wird mit Klappern begrüßt, Balzhaltung eingenommen ... oder in Verteidigung des besetzten Nests vertrieben. „Die Störche spinnen...“ könnte man meinen. Der Horst dürfte nach wie vor von dem ursprünglichen Männchen besetzt sein, dass sich aber zumeist auch unterwegs befindet. Eine feste Partnerbindung ist ihm nicht vergönnt geblieben. Es besteht unser Eindruck, dass er sich einem anderen Paar zugesellt hat und dass sich drei Störche in zwei Horste aufteilen .......?

Insgesamt sind in Linum derzeit wohl 8 (oder 9?) Horste von Brutpaaren besetzt, wie viele Junge darin inzwischen wohl erbrütet wurden? Das ist ebenso die Frage nach dem Enderfolg, wie viele Jungstörche aufgezogen werden, die dann in der zweiten Augustdekade sich auf den Zug über den Balkan, Bosporus, Palästina und Ägypten begeben, der einige von ihnen sogar bis nach Südafrika führen kann... und viele Gefahren für sie birgt. Die Elternvögel verweilen nach dem Wegzug der Jungen noch ca. zwei Wochen bei uns, bevor auch sie sich auf die lange Reise begeben werden.

Zwischenzeitlich gibt es im Ort und auf den umliegenden Wiesen und Feldern viele gute Bobachtungsmöglichkeiten: Bei der Jungenfütterung auf den Horsten oder an Nahrung suchenden Altstörchen.

Dr. E. Schneider, 31.05.16

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Kranich-Zahlen 2015 – Rastgebiet Rhin-Havelluch
Havelluch
(diverse Schlafplätze)
Rhinluch
(Schlafplatz Linum)
Rhin-Havelluch
(Gesamt)

09.11.

2.740

22.040

24.780

03.11.

7.680

7.680

27.10.

4.650

32.980

37.630

20.10.

4.086

76.650

80.736

13.10.

3.210

63.747

66.957

06.10.

5.040

36.940

41.980

28.09.

3.710

9.990

13.700

14.09.

2.050

2.050

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Neues vom Kranichzug im Rhinluch

Ein starker Zuzug von Kranichen war, bei stabiler Schönwetterlage mit wechselnder Bewölkung und mäßigem Wind am gesamten Wochenende (27. u. 28.09.) über dem Oberen Rhinluch zu beobachten. Jeweils ab ca. 13 Uhr trafen in großer Höhe heranziehende Trupps ein, deren durchdringenden Rufe sie schon ankündigen, lange bevor die Vögel für das bloße Auge erkennbar werden.

Besonders auffällig war der verstärkte Einflug am 27. zwischen 14:30 und 15:15 Uhr, als mehrere große Verbände ankamen und wie alle Neuankömmlinge in großer Höhe über dem Gebiet kreisten, um dabei allmählich die Reiseflughöhe zu verlassen. – Das Kreisen über dem erreichten Zielgebiet dient wohl auch dazu, dass in den Trupps mitziehende Jungvögel sich das Bild des Gebiets einprägen und wohl eine Aktualisierung ihrer im Gedächtnis gespeicherten „Gelände-Karte“ und Gebietskenntnis vornehmen. – Denn die Kenntnis der Zugwege und Rastbiotope „Trittsteine“ erlernt der junge Kranich beim Zug zusammen mit seinen Eltern. Die Rastplatzkenntnis kommt also im Wege der „Tradition“ zustande (meint die Vogelzugforschung heute).

Auffallend war beim heutigen (27.09.) Einflug, dass deutlich mehr Trupps aus östlicher Richtung kamen. So kann man jetzt wohl mit stärkerem Zuzug aus den polnischen und baltischen Brutgebieten rechnen, und dem werden dann sicher auch die nordischen Wildgänse – insbes. Blessgänse u. Saatgänse – aus den russischen Brutgebieten folgen.

Dr. E. Schneider

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Der Herbstzug der Kraniche kommt in Schwung

Im Oberen Rhinluch hält die „fünfte Jahreszeit“ Einzug

Es waren bisher wohl gut an die 3.000 Kraniche, die allabendlich von den entsprechenden Nahrungsflächen der Region sich auf den großen „Schlafteichen“im Teichgebiet Linum zur Übernachtung eingestellt haben. In den vom Vogelschutz-Komitee e. V. eigens für die großen grauen Vögel auf die für sie optimale Wassertiefe von etwa 10 cm eingestellten ehemaligen Fischteichen können wohl an die 30.000 Kraniche ihren sicheren Übernachtungsort finden. Weiterhin rasten die Vögel in der benachbarten Wiesenlandschaft, wo auch in diesem Jahr wieder eine leichte Überdeckung mit Wasser erfolgte, um dem Bedürfnis der Kraniche nach „nassen Füßen“ beim Schlaf gerecht zu werden. Das Obere Rhinluch bei Linum, mit dem derzeit wohl größten Kranich-Rastplatz Mitteleuropas, ist also gerüstet für die zu erwartenden Scharen der rastsuchenden gefiederten Gäste, von denen im vorigen Jahr ein maximaler Tageswert von über 130.000 Exemplaren geschätzt worden war.

Die bisher sich hier aufhaltenden Vögel waren im Wesentlichen „Einheimische“. Einige von ihnen sind mit farbigen Ringen an den langen Beinen versehen. Sie wurden als Jungvögel beringt, was eine Zuordnung ihrer Herkunft ermöglicht. So haben die Beobachtungen die Ergebnisse aus den Vorjahren einmal mehr bestätigt. Es handelt sich um Vögel, die an den heimischen Brutplätzen in Mecklenburg-Vorpommern, in der Uckermark, Müritz und Schorfheide und in anderen brandenburgischen Brutbiotopen aufgewachsen sind.

Mit dem heutigen Tag (18. September) hat sich die Situation deutlich geändert: Seit dem späten Vormittag kamen fortwährend Trupps von Kranichen an. Ihre Rufe kündigen jeweils die Neuankömmlinge an, die in großer Höhe heranziehen, unter der grauen Wolkendecke zunächst schlecht auszumachen. Doch dann entfalten sie große Eile, verlassen ihre „Reiseflughöhe“, um den Rastplatz zu inspizieren, zu umkreisen und sich dann irgendwo auf Nahrungsflächen zu dort bereits stehenden Artgenossen zu gesellen.

Zweifelsfrei hat der bisher eher unauffällig verlaufende Herbstzug mit Macht eingesetzt, momentan dürften bereits nahezu 10.000 Vögel hier verweilen, und es bleibt abzuwarten, was sich alsbald weiter tun wird, wenn in den nördlichen (Finnland, Schweden) und östlichen Herkunftsgebieten (Polen, Baltikum, N-Russland) winterliches Wetter einzieht. Dann werden wieder die großen Scharen das Rhinluch beleben, so dass das Luch unter den Kranichrufen regelrecht „brodelt“ wenn nachts die Schlafplätze besetzt sind.

Derzeit findet der Abflug von den Schlafplätzen zur Nahrungssuche kurz nach Tagesanbruch, zwischen 06:15 Uhr und 06:45Uhr statt, der Abendeinflug liegt bei 18:00 Uhr– 18:30 Uhr.

Bei vorheriger Anmeldung ist in dieser Saison wieder die Teilnahme an sach- und ortskundig geleiteten Führungen beim Vogelschutz-Komitee möglich (Kontaktformular).

Für eine empfehlenswerte Rundfahrt zu den Nahrungsplätzen und zur Beobachtung des abendlichen Einfalls bei den Schlafplätzen steht der führende Fachmann aus der Region „Kranichekke“, Herr Ekkehard Hinke, zur Verfügung. Buchen Sie Ihre Kranichtour direkt bei ihm, via email: Ekkehard Hinke (kranichekke@googlemail.com). Buchen Sie rechtzeitig!

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Unsere Störche

Es war in diesem Frühjahr für lange Zeit ungewiss, wie sich die Störche auf dem „ Pensionshorst“ einrichten würden.

Dass erst zum 14. April ein Vogel sich auf dem Horst einstellte und nicht wie in dem Vorjahren schon zum Monatsanfang, lag im Rahmen des allgemeinen Geschehens; die meisten Horste in der Region wurden erst später besetzt als gewohnt. Die Großwetterlage mit starken Stürmen dürfte dafür bestimmend gewesen sein.

So blieb es dann für unseren Horst für eine geraume Zeit unklar, wie es sich mit einer jungen Storchenfamilie entwickeln würde. Es blieb der tagelang einsam auf dem Nest stehende Storch, vermutlich das Männchen, allein. Kurze Anflüge weiterer Vögel blieben ergebnislos; das „Begrüßungsklappern“ und die Einladungsgesten des Horstbesitzers blieben so erfolglos wie seine „Kopulationsaufforderungen“ gegenüber vorbeifliegenden Artgenossen.

Er blieb leider allein! Tagsüber flog der Storchenmann dann zu immer längeren Nahrungsflügen aus. Bei der abendlichen Rückkehr brachte er zumeist auch Nistmaterial mit. Aber kein Weibchen mochte der Einladung ins bereitete Heim folgen. Manchmal hatten wir dann den Eindruck der Horst sei verwaist. Aber „unser“ Männchen kehrte stets ganz spät abends zurück und hielt das Nest in Besitz.

Doch welche Freude! Am 17. Juni hatte er doch noch eine Störchin für sich und seinen sorgsam hergerichteten Horst gewinnen können. Heftiges Klappern, Nestbauverhalten und „Begüßungskopulationen“ gaben die „Verlobung“ und Paarbildung kund!

Für die Erbrütung und Aufzucht von Nachwuchs wird es für dieses Jahr zu spät sein. Bis zum notwendigen Wegzug Mitte August würden sich diese Nestlinge nicht hinreichend entwickeln, um die Strapazen des Zuges über den Bosporus, Palästina und Ägypten bis hin womöglich nach Südafrika überstehen zu können. So hoffen wir darauf, dass unsere jetzigen Horstinhaber im Rhinluch genügend Nahrung finden, um selbst in beste Kondition zu kommen, damit sie sich in der letzten Augustdekade auf den kräftezehrenden und gefahrvollen Weg machen können. Wenn dann in den auf dem Zugweg liegenden „Trittsteinbiotopen“ und Rastplätzen genügend Nahrung zu finden sein wird und nicht übermäßige Trockenheit in jenen Gebieten Nahrungsmangel beschert, was auch für den Rückzug im Frühjahr bedeutsam ist, können wir sicher im kommenden Jahr wieder mit „unseren“ Störchen rechnen, deren Familienleben dann über die am Nest kürzlich installierte Kamera für unsere Pensionsgäste übertragen werden kann.

Wir werden alles in unserer Kraft stehende tun, unseren „Pensionshorst“ auch künftig für die Weißstörche bereit zu halten und für die Erhaltung des Nahrungsangebotes im Rhinluch Sorge tragen, indem wir z.B. mit unserem Kooperationspartner, dem Vogelschutz-Komitee e.V., uns insbesondere um den Schutz artenreichen Grünlandes und feuchter Wiesen im Rhinluch bemühen, wozu der Ankauf oder die Anpachtung möglichst großer Flächen weiterhin unabdingbar ist. Damit jene dann nach unserer Vorgabe vogelfreundlich bewirtschaftet werden und den Störchen wieder mehr Nahrung bieten. Mit einer Spende an das Vogelschutz-Komitee (IBAN DE10260500010048301535) oder in unser „Futterhäuschen“ unterstützen Sie den Erwerb von Grünland-Vogelschutzflächen und Nahrungsareal für die Weißstörche. Die Bestandssituation der weißen Störche in ganz Brandenburg ist leider besorgniserregend. Schon seit einigen Jahren reicht der jährliche Nachwuchs, die Zahl der zur Geschlechtsreife kommenden Jungstörche nicht aus, um die natürlichen Verluste und solche durch Unfälle der Störche auszugleichen. Ursächlich für die schlechte Situation sind, da besteht unter den Experten kein Zweifel, die Auswirkungen der modernen Agrarindustrie, die durch Gebietsentwässerung und intensive Landnutzung für die Störche so wie für alle Wiesenvögel eine zunehmende Verschlechterung der Lebensbedingungen bewirkt.

Mehr denn je ist es also deshalb dringend geboten, im Wiesenvogel- und Weißstorchschutz größere Anstrengungen zu unternehmen und durch Extensivierung der Grünlandbewirtschaftung die Wiesen wieder vielfältiger und artenreicher zu entwickeln. Nur so werden wir den Weißstorch als allseits beliebten „Charaktervogel“ des Rhinluchs erhalten können. Landerwerb mit nachfolgender zielgerichteter Bewirtschaftung bietet dafür die einzig wirksame Voraussetzung. Nur wenn wir großflächige Vogelschutzwiesen selbst pflegen, werden wir den Störchen aus Linum und in dem Rhinluch bewohnbaren Lebensraum erhalten. Damit wir auch in 10 Jahren noch Störche erleben können.

Unseren Horst werden wir bewahren und heißen durch künftig alle dort brütenden Störche herzlich willkommen. So wie alle Gäste in unserer Landpension Adebar!

Ihre Katrin Stahl,
Linum, den 30.06.2015

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„Pensionshorst“-Gäste sind wieder da

Linum, 26.04.2015

Diesmal ließen die Weißstörche etwas auf sich warten. Hie und da in der Rhinluch-Region tauchten zwar schon Ende März erste „Adebare“ und besuchten die Horste. Dann kam das stürmische Wetter, das wohl den Zug der Störche zu Ihren Horstplätzen verzögert – so wie generell der Vogelzug mit einer deutlichen Verzögerung ablief. Am 09. April erschien dann auf unserem Horst, hoch oben auf dem alten Schornstein neben den Pensionsgebäuden, ein Einzeltier, wohl das Männchen. „Herr Adebar“ harrte trotz des ungemütlichen Wetters aus, doch war er unstet, ging stundenlang der Futtersuche nach, und es blieb unklar, ob er das Nest besetzt halten, ein Weibchen folgen würde.

Der Wunsch erfüllte sich am 15. April, als wir zwei Vögel auf dem Horst beobachten konnten. Doch, beide waren über viele Stunden unterwegs und suchten unentwegt Futter. Sie dürften ziemlich ausgehungert gewesen sein nach der langen Reise aus Afrika zurück in´s Rhinluch. Gänzlich ungewohnt, war nur selten ein „Begrüßungsklappern“ zu vernehmen und „paarbindende“ Kopulation wurde nur einmal beobachtet. Zwar saß auch ein Tier über Stunden auf dem Nest; doch am 18. April ergab eine sich bietende Gelegenheit zum Blick in das Nest, dass noch keine Eiablage erfolgt war. Beide waren dann auch wieder für anderthalb Tage verschollen.

Doch am 20. April fanden sich beide wieder ein. Aber sie sind nach wie vor sehr unstet, nur zeitweilig auf dem Nest, und anscheinend sind sie noch nicht zur Eiablage bereit. – Vielleicht haben wir anstatt des bisherigen angestammten Horstpaares ein junges Paar zu Gast, das sich erst zusammenfinden muss zu einer guten Brut und Jungenaufzucht? Es bleibt nun geduldig abzuwarten, was sich in diesem Jahr aus der Besetzung des „Pensionshorstes“ ergeben wird. Im vorigen Jahr waren drei Küken geschlüpft, eines ging verloren – aus unbekannter Ursache – und zwei gut entwickelte Jungvögel machten sich am 10. August auf den Weg in Richtung Südost und weiter…

Wenn die inzwischen am Nest installierte Kamera wie vorgesehen Funktionieren wird, können die Gäste und Besucher auf dem in der Rezeption stehenden Monitor miterleben, was sich da hoch über Ihren Köpfen alles abspielen wird.

Dr. Eberhard Schneider

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Kranich-Rekord bereits gebrochen!

Linum, 07.10.2014:

Wohl ist es nicht gut, wenn Tiere für „Rekorde“ herhalten müssen. So ist auch der längst gepflegte Wettbewerb zwischen den verschiedenen norddeutschen Kranichrastgebieten um die „Spitzenzahlen“ nicht unbedingt begrüßenswert. Insbesondere wenn dazu auf das Mittel der über jedes Maß der „Schaufütterung“ hinaus gehenden Ausbringung von Maiskörner-Futter zurück gegriffen wird.

Aber es geht auch ohne! So hat jetzt der sich zuvor schon abzeichnende Zustrom der Grauen Kraniche auf ihrem Weg aus dem Baltikum, Polen und Finnland usw. in Richtung Spanien im Oberen Rhinluch eine nie zuvor erreichte Größenordnung erlangt: Die heutige „Zählung“ beim morgendlichen Abflug der Vögel vom Schlafbereich nahe Linum zu den Feldern der näheren und weiteren Umgebung erbrachte eine geschätzte Gesamtzahl von über 130.000 Vögeln. Nach einer „Bereinigung“ des Schätzfehlers um 10% ergibt das den bisherigen „Höhenrekord“ von zirka 117.000 Kranichen, die derzeit auf dem großen „Trittstein“-Areal bei Linum ihre sichere Nachtruhe finden.

Apropos „Nachtruhe“, die auf dem Schlafplatz eher ein lautstarkes Rufen aus zehntausenden Kranichkehlen darstellt und bis weit nach Mitternacht anhält (was bis in die Ortslage Linum deutlich zu vernehmen ist!), war sehr auffällig ruhig. Nachdem beim gestern gut anderthalbstündigen Abendeinflug der riesigen Formationen am Himmel wahrlich ein „Höllenlärm“ herrschte, brach die Geräuschkulisse der „Stimmfühlungslaute“ nach Einbruch der Dunkelheit praktisch zusammen. Es gab dann, anders als an den Vortagen, auch keinen weiteren Einflug mehr. – Es herrschte ab ca. 22 Uhr eine völlige, nahezu „gespenstische“, Stille. Kaum ein Kranichruf war noch zu vernehmen.

Diese Ruhe begleitete auch den heutigen Morgenausflug. Die meisten der davon ziehenden Gruppen verhielten sich still, das gewohnte Geschrei unterdrückten sie. Warum? – Ob es durch den heraufziehenden Wetterwechsel bedingt war? Der helle Mondschein war es sicher nicht, denn beim vorigen Vollmond dämpfte das die Ruffreudigkeit der Kraniche nicht. Im Gegenteil, da war auch nachts starker Zuzug im Gange, der stets mit Großem Geschrei verbunden ist. - Aus Hessen erreicht uns die Mitteilung, das auch Haushühner durch ihr Schweigen auffielen … .

Wie zählt man eigentlich Kraniche? – werden wir oft gefragt. Ganz einfach: Man zählt die Beine und teilt durch zwei…. Natürlich ist die „Zählung“ nur eine Bestandschätzung. Freilebende Wild- Tiere kann man nicht „zählen“. (Es sei in Stichproben, bei sehr großem Aufwand oder bei Anwendung aufwändiger Technik). Aber die Kranich-Schützer haben eine passable Lösung einer realitätsnahen Schätzung. Bei der werden zahlreiche Beobachter an bestimmten Punkten im Umfeld des Schlafplatzes postiert, denen bestimmte Sektoren zugewiesen sind. Wenn dann die einzelnen Trupps vorbeifliegen, kann man die jeweilige Größe des Verbandes ganz gut abschätzen. – So funktioniert die „Volks- Zählung nach Kranichart. Wobei die Zählintervalle und –dauer festgelegt sind: Ab 06:30 bis 09:00 Uhr. Wer dann zu spät kommt, der wird nicht gezählt; sodass zum einzelnen Termin mit spätem Ausflug, etwa wegen Nebels, ein Zählergebnis weit unter der tatsächlichen Zahl der tatsächlich vorhandenen Vögel ausfallen kann.

An sich ist ja die absolute Zahl der Kraniche unerheblich, so Effekt haschend „Rekorde“ auch sein mögen. Wichtig ist, dass so viele dieser Vögel im Oberen Rhinluch ihren Platz finden, die „Trittsteinfunktion“ des Gebiets im internationalen Vogelzug damit unterstrichen wird. Wobei der langjährig im Kranichschutz des Gebiets sich aufopfernde „Kranichekke“ (E. Hinke) sehr nüchtern den aktuellen Rekord zu erläutern versucht. Er sieht es so, das „die erste Welle“ des Herbstzuges ja schon sehr früh im Rhinluch eingetroffen war. Infolge der angenehmen spätsommerlichen Wetterlage blieben die Vögel, anstatt weiter zu ziehen. Dann kam zum Wochenende die „zweite Welle“ an und hat die Zahl der vorherigen ca. 40.000 Rastgäste auf die heutige Besucherzahl ansteigen lassen.

„Kranichekke“ sieht auch die neue Wetterlage als aussichtsreich für ein längeres Verweilen dieser nie zuvor gekannten Ansammlung von Kranichen im Rhinluch, die wegen des nun aus Westrichtung gedrehten Windes wohl auf „Rückenwind“ warten werden.

Übrigens ist natürlich in Linum nicht der einzige Platz: Die hessischen Feldornithologen ermittelten bei zwei Zählterminen gegen Ende der Woche ca. 15.000 durchziehende Kraniche (die aber wohl eher nicht Aus Linum kamen), und auch heutige Beobachtungen ergaben intensiven Kranichzug über Nordhessen. – Aber: in den kommenden Tagen ist Linum sicherlich das Ziel der Wahl für jeden, der selbst den Eindruck erfahren möchte, den diese riesigen Scharen der ohnehin schon äußerst beein- druckenden „Vögel des Glücks“ vermitteln.

Nochmals ein erstes Wort an alle Besucher:
Die Betretungsverbote für die Bereiche der Schlaf- und Nahrungsplätze sind dringend einzuhalten! Es kann nicht angehen, dass rücksichtlose Egoisten über die Felder und Wiesen stürmen, um näher an die Vögel (auch die inzwischen sehr zahlreichen Graugänse, Saatgänse und Blessgänse) heranzukommen; „Sonderflüge“ mit dem Heißluftballon oder dem Sportflugzeug u. ä. zu den Kranichplätzen sind unzulässig und werden geahndet.

Dr. Eberhard Schneider

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Kranichzug im Rekordverdacht

Linum, 26.09.2014

Das aktuelle Geschehen im Herbstzug des Grauen Kranichs stellt sich als außergewöhnlich und „rekordverdächtig“ dar. Schon seit Monatsbeginn war ein starker Einflug der „Vögel des Glücks“ zu beobachten, die den im Rhinluch zwischen Kremmen – Linum – Neuruppin übersommernden und auch Junge hervorbringenden Bestand von ca. 1.200 Tieren rasch anwachsen ließen. Dieser ungewöhnlich frühe Einflug auf dem großen Rastplatz bei Linum hat wohl auch eine Ursache in einem starken Sinken der Temperaturen im Baltikum usw.

Bis zur Monatsmitte fanden sich ca. 15.000 Kraniche zur Nachtruhe im Oberen Rhinluch ein. Die erste „offizielle“ Bestandsschätzung durch die Freiwilligen der „AG Kranichschutz“ hat zum Zähltermin am Dienstag d. 23. September beim mor gendlichen Abflug der Vögel zu den Nahrungsflächen eine überraschend hohe Zahl von über 36.000 Kranichen ergeben.

Im Vorjahr waren es zur gleichen Zeit mit etwa 13.000 Vögeln deutlich weniger. Zur Nahrungssuche ziehen die Kraniche auf die nun in der Beerntung befindlichen riesigen Maisfelder, gleichermaßen auch auf die Grünlandflächen der Umgebung. Die außergewöhnlich hohe Zahl an Kranichen schon im Monat September, unterstreicht die große Bedeutung des Kranichschlafplatzes im Oberen Rhinluch mit den großen „Schlafteichen“ im Teichgebiet Linum, die vom Vogelschutz-Komitee speziell für die Kraniche „bewirtschaftet“ werden und für die übernachtenden Vögel die optimale Wassertiefe von etwa 10 cm bieten. Daneben sind östlich der Teiche gelegen Grünlandflächen im „Rhinbogen“ mit etwa 60 ha im Eigentum des Vogelschutz-Komitees, geflutet, sodass die Kraniche dort ebenfalls die optimalen Schlafplatzbedingungen finden.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die „Besucherzahlen“ der hier rastenden und mehr oder weniger lange verweilenden Kraniche in den kommenden Wochen entwickeln werden. Nach bisherigen Erfahrungen ist das Maximum des Kranichzuges um die Monatswende Oktober/November zu erwarten. Im Vorjahr wurden als nie zuvor erreichtes Ergebnis über 90.000 „Gäste“ ermittelt. Nun stehen die Zeichen so, dass sich ein neuer „Rekord“ ergeben könnte.

Das könnte vielleicht ein Zeichen dafür sein, dass der Sommer 2014 zumindest im nordöstlichen Teil des Brutareals ein gutes Brutergebnis beim Europäischen Kranich erbracht hat. Auf die Befunde für die Vögel aus dem skandinavischen Bereich wird man gespannt sein können. Bedenken kommen aber auf mit Blick auf den Nahrungsbedarf dieser vielen Vögel. In der jüngeren Vergangenheit haben die riesigen Maisflächen im und um das Rhinluch ja noch reichlich „Abfall“ beschert. Selbst wenn man dieses einseitige Futter aus Maiskörnern auch kritisch sehen muss, haben die Erntereste viele Kraniche ernährt. Doch mit der Errichtung der großen „Biogas“-anlagen hat sich auch der Feldanbau geändert. Zwar ist ein riesiges Areal der näheren und weiteren Umgebung völlig „vermaist“. Doch der für die Gasanlagen angebaute Mais bildet kaum noch Kolben und Körner aus; die entsprechen nicht dem Bedarf der auf die Blattmasse ausgerichteten Gasanlagen. Hinzu kommen die immer effektiveren Erntetechniken mit gigantischen Maschinen, die nicht mehr viel „Druschabfall“ auf den Feldern zurück lassen. Da steht durchaus die Erwartung im Raum, dass die in so großer Zahl auftretenden Kraniche alsbald nicht mehr genügend Nahrung finden und weiter ziehen – zu anderen binnenländischen Rastplätzen, die dann hoffentlich das benötigte Futter bieten werden.

Aber, die wichtige Funktion des Oberen Rhinluchs als bedeutsamer „Trittstein“ im internationalen Vogelzug wird jedenfalls durch die starke Inanspruchnahme des Gebiets durch die in die Überwinterungsgebiete ziehenden Wildvögel deutlich. Neben den Kranichen rasten und überwintern hier Wildgänse verschiedener Arten: Graugänse finden sich, teils ganzjährig, auch als Brutvögel; ab Oktober stellen sich dann mehrere zehntausend Blessgänse aus den im russischen Eismeer liegenden Brutgebieten ein und verweilen einige Wochen, bevor sie bis an den Niederrhein und in die Niederlande weiterziehen. Saatgänse, Zwerg- und Singschwäne, zahlreiche Wildenten verschiedener Arten, Limikolen und andere Kleinvögel, bis zur Bartmeise, kommen ebenfalls als durchziehende oder überwinternde Gastvögel.

Dr. Eberhard Schneider

Hinweis: Besucher des Gebietes werden dringend gebeten, die Kraniche weder auf den Nahrungsflächen noch im Schlafplatzbereich zu stören!

Zahlreiche Feldwege sind deshalb auch amtlich gesperrt. Beobachtungsmöglichkeiten sind an vielen Stellen von den Straßen aus gegeben; wobei es stets die bestmögliche Störungsminimierung darstellt, wenn man seine Beobachtungen vom Fahrzeug aus anstellt und nicht einmal aussteigt. Ausgewiesene Beobachtungsplätze sind eingerichtet und stehen jedermann zur Verfügung.

Ortskundig geleitete Führungen können gegen Entgelt genutzt werden. So auch nach Voranmeldung beim Vogelschutz-Komitee oder hier bei der Landpension Adebar (-> Kontaktformular).

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Neues aus der Welt der Störche

Linum, 01.06.2014

Die Landpension Adebar freut sich und begrüßt drei neue Erdenbürger! Im Nest auf dem hohen Schornstein – dem „Pensionshorst“ – konnten wir am letzten Maitag den diesjährigen Nachwuchs unseres Weißstorch-Horstpaares bestätigen. Wohl deutete das Verhalten der Altstörche schon seit dem 13. Mai darauf hin, dass dort oben Schlupftermin war: Es saß keiner der Eltern mehr ausdauernd im Nest um zu brüten. Hingegen stand tagsüber ständig ein Altvogel auf dem Horst und bewachte. Das Männchen war überwiegend zur Nahrungsbeschaffung unterwegs. Die frühe Grünlandmahd im Oberen Rhinluch, welche ja mit der dazu eingesetzten Großmaschinerie reichlich Futter für die Störche, Rot- und Schwarzmilane, Mäusebussarde und viel andere Aasesser „produziert“, dürfte mit zu einer guten Versorgung der Nestlinge beigetragen haben. Auch die starke Abkühlung um die verfrühten „Eisheiligen“ sowie die Niederschlagstätigkeit der „Schafskälte“ zum Monatsende haben wohl keinen zu hohen Tribut unter dem Storchennachwuchs gefordert.

Ziemlich genau sechs Wochen nach dem Eintreffen der Altstörche auf dem „Pensionshorst“ waren die Nestlinge gestern so weit, dass sie in der auch sie wohlig wärmenden Sonne sich aus der Nestmulde erhoben und von außerhalb sichtbar wurden. Der erste Stehversuch heute (01.06) lässt auf ein Alter der Juv. von ca. 22 Tagen schließen.

Linum kann ein gutes Jahr der Weißstörche verbuchen. Nach einer kurzen Stagnation in den Horstbesetzungen kamen dann im April noch Nachzügler an. So sind diesmal 10 Horste von Brutpaaren besetzt. Nachdem in den vergangenen Jahren ein „Leerstand“ von Horsten zu beklagen war und nur sieben Nester besetzt waren – mit magerem Bruterfolg von nur fünf Jungen insgesamt (davon im Pensionshorst allein drei!) – kann man sich über den Aufschwung freuen.

Dr. E. Schneider

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Ein „Mekka“ der Vogelfreunde

Linum/Oberes Rhinluch, 30.03.2014:

Wahre „Leckerlies“ für Vogelfreunde und Naturfreunde hält das Obere Rhinluch derzeit bereit. Noch immer finden sich Kraniche in größer Anzahl auf den Rastplatzwiesen nördlich von Linum zur Übernachtung ein. So wie von den großen Versammlungsplätzen in den nordischen Brutarealen bekannt zeigen auch hier die großen Grauen Vögel ihre Balztänze. Es bleibt abzuwarten, wie sich das weiter entwickelt. Einige werden noch nach Norden oder Nordosten ziehen, andere werden als Junggesellen oder junge und immature Paare in der weiteren Region bleiben, ohne aber zu brüten.

Die Linumer Weißstörche etablieren sich weiter. Seit 29.03. sind auch der Horst auf der Naturschutzstation und jener auf dem Gittermast am östlichen Ortseingang besetzt. Ab und an stattet ein dritter Storch (vom „Hebammenhorst“) dem Paar auf dem „Pensionshorst“ einen Kurzbesuch ab, den aber das Horstpaar jeweils heftig abwehrt. Dass die beiden fest miteinander verbunden sind, zeigen auch die mehrmals täglich ausgeführten Kopulationen, zu denen meist das Weibchen mit heftigem Klappern auffordert, in das dann das Männchen einstimmt und dann, wenn das Weibchen sich in die Nestmulde drückt, aufreitet. Möge jemand behaupten Tiere hätten keine Lustempfindung! Jedenfalls ist das wie Klappern klingende Aneinanderschlagen der weit geöffnete Schnäbel und die innigen Hals- und Kopfbewegungen der beiden wohl ein Ausdruck der mit der Kopula verbundenen Empfindungen. Unstreitig dienen die häufigen Paarungsakte der Paarbindung.

Aber nicht nur die großen Vögel machen Linum zur Attraktion für Vogelfreunde. Der Vogelzug ist in vollem Gange und so gibt es im gesamten Teichgebiet und im Luch ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten. Dies ist besonders gut möglich von dem neu hergerichteten Beobachtungsstand am „Unkenteich“ aus, für dessen ökologische Funktion der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch (Kremmen) Sorge trägt, der den „Unkenteich“ seit Jahren in Pacht hat und erfolgreich die artenreiche Amphibienwelt und die abwechslungsreiche Avifauna betreut und entwickelt. Derzeit liegt der Teich weitgehend ohne Wasser, um mit den freien Schlammflächen für die durchziehenden Limikolen einen nahrungsreichen Rastplatz zu bieten.

Der Limikolenzug ist aber noch nicht so richtig in Gang gekommen. Das wird noch ein paar Tage dauern bis diese meist langschnäbeligen Feuchtgebietsbewohner sich in größerer Zahl ein finden. Zurzeit sind aber verschiedene Entenarten, Knäkente, Krickente, Löffelente, Schnatterente und andere zu beobachten. So wie Wildgänse, Reiher u.a. Versierte Beobachter harren stundenlang auf ihrem Beobachtungsplatz aus – ob auf dem Beobachtungsstand oder in einem anderen Versteckt: Ausdauer und Geduld werden reichlich belohnt. Was zahlreiche Ornithologen und Vogelfreunde aus Nah und Fern zu schätzen wissen, die unter anderem auch die Gunst des mit Macht sich entwickelnden Frühlings nutzen. Ganz besonders begeistert kehren die „frühen Vögel“ zurück, die sich durch den Morgennebel du Kühle nicht abschrecken lassen, schon vor Tagwerden loszuziehen.

Dr. Eberhard Schneider

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Linumer Störche wieder zurück!

Linum 26./27.03.2014

Zwar ein wenig später als manche ihrer Artgenossen aus anderen Brutplatzgebieten sind nun die ersten Weißstörche in´s „Storchendorf Linum“ zurückgekehrt. Nach Abwesenheit seit Mitte August sind am 26.03. die ersten Adebare aus ihrem afrikanischen Überwinterungsgebiet eingetroffen. Über Mittag waren ziemlich gleichzeitig beide Horstvögel auf dem „Hebammenhorst“ eingetroffen. Um 18 Uhr flog der Storchenmann auf dem hohen Schornstein mit dem „Adebarhorst“ ein.

Die recht kühle Witterung dürfte das Übernachten in luftiger Höhe wohl etwas ungemütlich gestaltet haben. Doch sein Warten wurde reichlich belohnt: Gegen 3:45 h am 27.03.14 verkündete heftiges Klappern das Eintreffen des Weibchens. Im frühen Morgenlicht gab es einen ersten gemeinsamen Nahrungsflug, gegen 06:40 h waren beide wieder auf dem Horst. Anhaltendes Klappern und Körpergesten ließen die Balz und Partnerbindung heftig werden und um 06:50 h kam es dann zur ersten anhaltenden Partnervereinigung und „Generhaltung“.

Die Vormittagsstunden waren beide auf Nahrungssuche. Bald nach der gemeinsamen Rückkehr gegen 13 Uhr haben die beiden dann durch die Tat bekräftigt, dass sie auch in diesem Jahr gemeinsam Junge auf dem „Adebarhorst“ aufziehen wollen. An dafür nötiger Potenz scheint es beiden jedenfalls nicht zu mangeln.

Dr. Eberhard Schneider

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Aktualisierung aus dem Rhinluch

Linum, 29.10.2013

Wie es schon zu vermuten war, handelt es sich bei den Bestandsschätzungen am 15.10 und später noch einmal am 22.10. mit jeweils über 90.000 Exemplaren um methodisch bedingte „Ausreißer“. Freilich sind seit fast zwei Wochen auch zahlreiche Kraniche weiter südwärts gezogen. Doch die beeindruckenden Bilder beim Morgenausflug und Abendeinflug lassen erkennen, dass sich noch sehr viele „Vögel des Glücks“ auf dem Schlafplatz bei Linum einfinden. – So ergab die heutige „Zählung“ der vom Schlafplatz abfliegenden Kraniche die weiterhin „stolze Zahl“ von etwa 68.000 Tieren.

Dr. E. Schneider

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Aktuelle Kranichzahlen am 15.10.2013

Havelluch
(div. Schlafplätze)

Rhinluch
(Schlafplatz Linum)

Rhin-Havelluch
(Gesamt)

9.150

93.300

102.450

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Kraniche im Oberen Rhinluch: neuer Rekord

Linum, 08.10.2013: Angesichts der eher mäßigen Brut- und Aufzuchtergebnisse der in den bundesdeutschen Vorkommen brütenden Kraniche war zunächst eine wenig günstige Prognose für den diesjährigen Rastbestand auf dem Zugweg der Kraniche zu stellen. Doch das Ergebnis der heutigen Bestandsermittlung beim morgendlichen Abflug von den Schlafplätzen zu den Nahrungsflächen erbrachte eine große Überraschung: Die „Zähler“ der AG Kranichschutz und andere Freiwillige erfassten einen derzeitigen Rast-Bestand von ca. 90.200 Exemplaren der „Vögel des Glücks“.

Dieses Resultat lässt alle bisherigen Ergebnisse früherer Jahre weit hinter sich und übertrifft das bisherige Maximum von knapp 80.000 Tieren deutlich. Auch der Anstieg von ca. 41.000 Exemplaren am 01.10. ist ein bisher so nicht erfahrenes Phänomen.

Ursächlich dafür wird wohl die anhaltende Ostwindlage der letzten zwei Wochen sein, die den skandinavischen,baltischen und polnischen Vögeln eine große Unterstützung in Form eines „Rückenwindes“verschafft haben dürfte. – Noch ist der „Scheitel“ des Kranichzuges wohl noch nicht erreicht, dessen Maximum im Rhinluch allgemein gegen Ende Oktober zu verzeichnen ist. Es wird spannend werden, wie sich das in den nächsten Wochen entwickeln wird, wenngleich eine weitere Steigerung wohl kaum zu erwarten sein dürfte.

Nun bleibt zu hoffen, dass die Vögel in der umliegenden Region genügend Nahrung finden, um die nötigen Fettreserven für den Weiterflug anzulegen. Jedenfalls ist es jeden Tag auf´s neue ein wirklich grandioser Anblick, diese vielen tausend Großvögel zu beobachten, die in oftmals nur geringer Flughöhe zu den Nahrungsplätzen fliegen – oder wenn sie am späten Nachmittag bis in die Dunkelheit hinein in großen Formationen zu den Schlafplätzen im Teichgebiet und auf den unter Wasser gesetzten Wiesen des Luchs einfliegen.

Nicht unerwähnt bleiben sollen aber auch die Wildgänse, die ebenfalls in großen Scharen den Himmel mit Leben erfüllen. In großer Stückzahl sind die aus dem Eismeergebiet kommenden Blessgänse (s. dazu www.blessgans.de) eingetroffen, die gemeinsam mit den Graugänsen, nordischen Saatgänsen und anderen Gänsen und Wildenten die großen, vom Vsk angepachteten Teiche im Linumer Teichgebiet als Schlaf- und Ruheplätze aufsuchen und in der nahen und weiteren Umgebung Wiesen und Felder zur Futtersuche bevölkern.

Wir appellieren erneut an alle Besucher, die naturschutzrechtlichen Vorgaben des Betretungsverbots im Schlafplatzgebiet und auf den Nahrungsflächen unbedingt einzuhalten. Bitte nur die ausgewiesenen Beobachtungsplätze und freigegebene Wege benutzen. Jede Annäherung an die Tiere über´s freie Feld usw. sorgt nur für Beunruhigung der dadurch Scheu werdenden Vögel, für ihren Abflug und die unzulängliche Nahrungsaufnahme infolge der Störungen. – Verstöße gegen das Betretungsverbot können ein Ahndung zur Folge haben.

Dr. Eberhard Schneider

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Kranichflug 2013

Der herbstliche Kranichzug 2013 ist in vollem Gange. Bei der ersten Bestandsermittlung durch die Kranichfreunde in der „AG Kranichschutz“ am 24.09. waren ca. 3.800 Kraniche beim morgendlichen Abflug von den Schlafplätzen im Linumer Teichgebiet ermittelt worden. Am Samstag, 28.09. und Sonntag 29.09 sind sehr viele Neuankömmlinge in Linum eingetroffen. Sie haben die Gunst des aus östlicher Richtung wehenden Windes genutzt. Bei sonnigen Wetter waren die in großer Höhe heranfliegenden Vögel, deren Rufe jeweils schon lange vorher zu hören sind, in der klaren Luft weithin gut zu sehen gewesen. Ein zauberhaftes Bild bietet sich, wenn die Vögel über dem Gebiet kreisen, Ausschau halten, mit am Boden stehenden Artgenossen Rufkontakt aufnehmen und sich dann in großen Spiralgängen aus der Höhe herabschrauben.

Die heutige Bestandsermittlung ergab etwas über 41.000 Kraniche und jeden Tag werden es mehr.

Kommen Sie und genießen Sie das einmalige Naturerlebnis vor den Toren Berlins!

Unsere Bitte: Vermeiden Sie unnötige Störungen der Kraniche. Die Schlafplätze selbst sind für alle Besucher tabu. Es besteht ein amtliches Betretungsverbot für diese Bereiche; die Zugangswege sind an den kritischen Punkten gesperrt. Eine Vielzahl von ausgewiesenen Beobachtungspunkten – erkennbar an den Hinweistafeln der „AG Kranichschutz“ – eröffnen jedem Besucher hinreichend gute Beobachtungsmöglichkeiten. Besonders bietet sich die Beobachtungplattform des Vogelschutz-Komitee e.V. auf der Wiese bei der Landpension Adebar für die Betrachtung des abendlichen Einfluges an, wenn die von den Nahrungsflächen ankommenden Vögel schon von weithin sichtbar sind. Wir übernehmen auch gern kostenfreie Führungen zu den Nahrungsflächen oder zum Abendeinflug.

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Der „Pensionshorst“ 2013

Der nun im achten Jahr auf dem 2005 mit neuer Nestunterlage auf dem hohen Schornstein hinter den Gebäuden stehende Horst – zuvor war ein Nest auf dem Quergebäude, wo es wegen Renovierung des Daches zunächst nicht bleiben konnte - hat sein beständiges Weißstorchpaar. Seit 2006 ist er alljährlich besetzt und hat einige Jungstörche hervorgebracht.

In diesem Jahr kam das Männchen, trotz der widrigen winterlichen Witterung, pünktlich am Ostermontag, 01. April, um genau 10 Uhr an. Die Woche über hat er ausgeharrt; wenn er von den Ausflügen zum Suchen von zu der Zeit sicher nur schwer zu findenden Nahrung hat er sich tief in das Nest gedrückt, um den Witterungsunbilden zu trotzen. Eine Woche später, am 08.04. kam das Weibchen hinzu.

Das Paar verteidigt seinen Horst, die Eiablage hat begonnen .......“sie“ brütet.

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Um den 9./10 Juni war es dann so weit: Das Weibchen hatte das Bebrüten der Eier beendet und stand nun die meiste Zeit auf dem Horst und hielt Wache. Das Männchen trug Futter ein. Das nasskalte Wetter ließ nicht viel Gutes erahnen für das Gedeihen der wohl geschlüpften Jungen. Doch alles ging gut; alsbald war das erste Schnäbelchen zu sehen, dass über den Horstrand aufragte.

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Inzwischen – 1. Juli – sind drei prachtvolle Jungvögel herangewachsen, die von den Eltern unermüdlich mit Nahrung versorgt werden. In den nächsten Tagen werden die ersten Flugübungen – über dem Nest flatternd - zu beobachten sein und die ersten Ausflüge folgen. Es bleiben dann noch gut fünf Wochen, um sich für den Zug (der Jungstörche, die vor den Altstörchen wegziehen) genügend weit zu entwickeln und die nötigen Kräfte und Fettvorräte gesammelt zu haben.

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Am 09. August 2013 war es soweit , unsere drei Jungstörche waren alle so gut herangewachsen und in guter Verfassung, dass Sie uns verlassen konnten und Ihre Reise in Richtung Süden angetreten haben. Die beiden fleißgen Eltern mussten sich nun selber noch richtig stärken und sind dann am 15. August Ihren Jungvögeln gefolgt. Wir sind sehr stolz, dass es alle drei Jungen geschafft haben.

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Pünktliche Linumer Störche (04.04.2012)

Storchendorf Linum: In gewohnter Pünktlichkeit sind die ersten Weißstörche aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebiete  wieder im Oberen Rhinluch eingetroffen.

In Linum war der erste Storch am 29. März eingetroffen. In nur wenigen Stunden Abstand kamen am späten Nachmittag des 3. April die beiden Paarpartner aus dem „Pensionshorst“  auf dem, das Anwesen der Landpension Adebar hoch überragenden, alten Heizwerksschornstein ein. Das zuerst eingeflogene Männchen begrüßte das in der späten Dämmerung eintreffende Weibchen mit anhaltendem freudigen „Klappern“  Die Nacht verbrachten beide auf dem Horst, wo sie sich gegen die Richtung des kalt herein wehenden Windes ausgerichtet hatten, so dass dieser nicht in das Gefieder eindringen konnte. Wenige Minuten vor 6 Uhr am 4. April flogen sie zur ersten gemeinsamen Nahrungssuche aus.

Im Laufe des Tages besuchten sie jeder für sich mehrmals den Horst. In der Abenddämmerung trafen sie gemeinsam ein. Ein wenige Gefiederpflege und dann gleich ein erster Akt der ehepartnerlichen Gemeinsamkeit: Man ließ sich durch Nieselregen und starken, unangenehme krauchende Kälte verbreitenden, Wind nicht von einer ersten Kopulation abhalten.

Fazit: Das Paar festigt die Bande und bekräftigt seinen Anspruch und den gemeinsamen Besitz am Horst. Nun bleibt zu hoffen, dass ein Wetterumschwung mit wärmeren Temperaturen alsbald ein genügendes Nahrungsangebot beschert. Die derzeitige Wetterlage jedenfalls lässt befürchten, dass die Weißstörche nicht genügen viel Insektennahrung finden, Feldmäuse sind ohnehin rar. Bleibt das Weibchen nach dem Kräfte zehrenden Flug wenig gut ernährt, wirkt sich das auf die Eier und die Überlebenschance des Nachwuchses aus.

Aktueller Stand (25.06.): Die beiden Altvögel ziehen zwei Junge auf, welche sich gut entwickeln und schon auf dem Horst stehen, aber noch immer den ganzen Tag über die „Bewachung“ durch ein Elterntier erfahren, während jeweils das andere Futter für die Jungen beschafft.

Angenehmere Witterung lässt natürlich auch das Storchendorf für Besucher aus Nah und Fern zu einem attraktiven Ausflugsziel werden. Besucher sind auf dem Gelände der Landpension Adebar zur Beobachtung der „hauseigenen Vögel willkommen. Einige Pensionsräume gestatten den direkten Blick „auf Augenhöhe“ zum Horst.

Nach vorheriger Anmeldung steht das Vogelschutz-Komitee auch für Führungen der Besucher zu den Nahrungsplätzen der weißen Störche bereit.


Rhinluch-Kraniche im Rekordversuch

Linum 21.10.12 Waren es zur letzten Bestandsermittlung "nur" knapp 60.000 Kraniche (offiziell: "57.925"), so ist in dieser Woche der Rastbestand im Oberen Rhinluch zwischen Kremmen und Linum zweifelsfrei weiter angewachsen. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Auch tags- über verweilen zahlreiche Vögel in den engeren Schlafplatzbereichen - wie man am Lärmpegel erkennen kann, der sich wahrlich aus den fortwährenden Kontaktrufen der geselligen Vögel ergibt: Ein weit über zwei Kilometer bis zum Ort Linum hin gut vernehmbarer "Dauerlärm". Der heutige "vorgeschobene Posten" zur Kranichbeobachtung kam gegen 13 Uhr nahezu "gehörgeschädigt" aus dem Gelände zurück.

Es war heute interessant zu beobachten, dass im erstmals in der Saison herrschenden dichten Nebel frühmorgens kaum Flugbewegungen stattfanden; nur ganz Hungrige strebten den Nahrungsplätzen zu. Ab 10 Uhr setzte der Morgenausflug ein. Große Verbände zogen in unaufhaltsamer Folge in zumeist Keilformation in Richtung Süden. Die Hauptnahrungsplätze liegen derzeit wohl bei Kuhhorst, Sandhorst und weiter nach Süden Richtung Havelland, aber auch östlich von Kremmen. Bis nach 13 Uhr dauerte der Vorbeiflug der Formationen an. Rückkehr war dann ab etwa 17:30 Uhr (gestern kamen zahlreiche Trupps schon sehr viel früher zurück). Über den Nachmittag waren mehrmals auch Neuankömmlinge zu registrieren, die in großer Höhe ankamen und sich dann eilends den rufenden Artgenossen auf den Feldern und Wiesen hinzugesellten.

Der Kranichzug geht seinem Höhepunkt entgegen; nach Erfahrung der letzten Jahre würde in den nächsten ca. 10 - 14 Tagen das Maximum erreicht sein und der anstehende Weiterflug Richtung Süden mehr Abziehende als Neuankömmlinge ausmachen. Gegenüber der letzten Bestandserfassung (16.10.) sind zweifelsfrei erheblich mehr Kraniche zur Rast eingetroffen. Unsere heutige Schätzung liegt bei 75.000 Exemplaren der Vögel des Glücks. Ob der bisherige lokale (und wohl mitteleuropäische) "Rekord" von 80 - 85tsd. in deisem Jahr "geknackt" wird? Die kommende "Zählung" am 23.10. wird eine neue offizielle Zahl erbringen.

 

Rastbestand der Kraniche erreicht die 60.000 Stück Marke

Linum, 17.10.2012

Der Eindruck des Beobachters erfuhr durch die „Zählung“ der Kraniche am 16. Oktober seine Bestätigung: Beim morgendlichen Ausflug wurde von den um den Schlafplatzbereich postierten Beobachtern der AG Kranichschutz ein aktueller Rastbestand von ca. 60.000 Vögeln ermittelt (Quelle: Aushang der Naturschutzstation Oberes Rhinluch, Linum vom 17.10.). Dieser Bestand dürfte noch eine Steigerung erfahren, denn es treffen ständig weitere Trupps von Neuankömmlingen ein.

Gleichermaßen ist der Rastbestand an Wildgänsen immens angestiegen: In großer Anzahl sind jetzt die Blessgänse vertreten, die aus den arktischen Gebiete um die Barentssee (vgl. www.blessgans.de) sich zu Gast melden. Bei einer Inspektionsfahrt mit dem Solarboot des „Amtmann Schiffer“ auf dem Amtmann-Kanal und Alten Rhin zum Abendeinfalls im Teichgebiet ergab (16.10), dass große Gänsescharen zur Übernachtungdort einfallen – so wie man es aus den Tagesbeobachtungen schon schlussfolgern kann.

Leider finden bei der Dominanz der Kraniche in der Publikumsgunst die Wilden Gänse wenig Beachtung, keiner „zählt“ sie (was man auch gar nicht könnte, nur schätzen!). Aber, es sind geschätzt sicher noch mehr Wildgänse in und um Linum als die ja ebenfalls „geschätzten“ 60.000 Kraniche. Man kann sicher davon ausgehen, dass derzeit weit über 120.000 Großvögel im Oberen Rhinluch zu Gast sind und einmal mehr die „Trittstein“ – Funktion dieses Gebiets im internationalen Vogelzug herausstreichen

Dr. E. Schneider

 

Massenansturm der Kraniche und Wildgänse

Linum 15.10.2012: Einen wahren Massenansturm erlebt das Obere Rhinluch und das Wiesen- und Teichgebiet bei Linum derzeit. Massenansturm einmal durch Besucher, aus nah und fern: Bürgerinnen und Bürger, ob jung ob alt, aus der nahe gelegenen Hauptstadt oder aus allen Teilen der Republik, Fotografen, Filmemacher usw. erleben in diesen Tagen die wunderbaren Bilder des Vogelzugs.

Die routinemäßige "Zählung" am 09.10. ergab ca. 25 tausend Kraniche (Vorwoche ca. 26 tsd), da war wohl zunächst eine Stagnation im Zug eingetreten. Aber seit dem 11./12.10.findet ein deutlich sichtbarer Zuzug statt. Man kann beim morgendlichen Ausflug aus den Schlafplätzen im Teichland - den vom VsK "kranichgerecht" eingestellten Teichen und den benachbarten Wiesen, die eigens für die Kraniche übernachtungsgerecht mit Wasser aus dem Teichgebiet geflutet wurden - die zahlenmäßige Entwicklung des Rastbestandes ebenso gut nachvollziehen wie beim Abendeinflug. Die Schwärme, die schon vor sieben Uhr morgens in geringer Flughöhe ihren Nahrungsplätzen zustreben, sind um ein Vielfaches größer als vor etwa zwei Wochen als Kleingruppen dominierten.

Nun sind es zehntausende der großen grauen Vögel, deren Rufe die Gegend erfüllen und die in teilweise sehr großen Verbänden in meist geordneter Keil-Formation ihrem Ziel zustreben. Der morgendlich Ausflug zieht sich über mehr als zwei Stunden hin - es bleiben aber auch zahlreiche Vögel tagsüber auf den Schlaf- und Ruheplätzen. Aber die besonders hungrigen drängt es, Energiereserven aufzubauen. Für viele Altvögel gilt es auch noch, dringend die Gefiedermauser zu absolvieren. Die Lücken im Flügelgefieder sind oftmals sichtbar. Die Hauptnahrungsflächen finden sich auf den nun zumeist abgeernteten Maisfeldern der näheren oder weiteren Umgebung; manche Schwärme ziehen wohl bis in´s südlich gelegene Havelluch (bei Rathenow usw)..

Etwa 50.000 bis 60.000 Kraniche dürften es wohl sein, die derzeit den internationalen "Trittstein" im Vogelzug bevölkern; etwa 30% verlassen diesen jeweils morgens zur Nahrungssuche in Richtung Nord bis Ost, die großen Scharen aber ziehen in die südliche Umgebung - und kehren mit Sonnenuntergang zurück.

Aber nicht nur die "Vögel des Glücks" sind im "Massenansturm" - auch die wilden Gänse haben deutlich zugelegt. Leider geht ihre Präsenz sehr unter der Dominanz des "Kranichtums" unter. Aber vor allem die Blessgänse, die aus dem Bereich der Barentssee mit dem Butgebiet auf der großen Insel Koguljev (s. auch www.blessgans.de), haben in den letzten Tagen mächtigen Zuflug zu verzeichnen. So dass wohl der Gesamtbestand der Großvögel im Rhinluch derzeit gut die Hunderttausend oder mehr erreicht haben dürfte.

Der Tagesrhythmus beider Gruppen ist verschieden voneinander. Die Gänse, die zum Ruhen und Schlafen unsere Wasserfächen aufsuchen, fliegen morgens überwiegend etwas später aus als die Kraniche; dann kommen viele Gänse gegen die Mittagszeit zurück und verbringen die Nachmittagsstunden auf dem Wasser. Kurz vor oder mit Beginn des Kranicheinflugs (also derzeit gegen 17 Uhr) streben die Gänse noch einmal den Nahrungsplätzen zu, um dann mit Einbruch der Dunkelheit (od. später) zurück zu kehren.

Der vogelfreundliche Beobachter kann somit von früh bis spät dieses Ereignis des internationalen Vogelzugs erleben. Im Rhinluch kommen diese Vögel aus Regionen am Eismeer und der arktischen Tundra (Gänse) zusammen; die Kraniche kommen (wie beringte Tiere ausweisen) sowohl aus Finnland als auch aus dem Baltikum und Polen zu uns - bevor sie bei Wintereinbruch weiter nach Südwesten ziehen werden.



Die Zeit der Kraniche 08.10.2012

„Vögel des Glücks“ wieder zu Gast im Rhinluch und Linumer Teichland

Mit einer gewissen Verspätung gegenüber dem gewohnten Eintreffen am traditionell bedeutsamen Rastplatz im Oberen Rhinluch stellen sich seit Mitte September die Kraniche wieder auf dem Zug in die Überwinterungsgebiet ein. Den Sommer über waren etwa 150 bis 200 nichtbrütende Vögel zu beobachten, die in der Region in kleinen oder größeren Gruppen umherstreiften und zumeist auf Grünland ihre Nahrung suchten. Im Teichgebiet Linum brüteten wohl zwei Paare – wie aber der Aufzuchterfolg war, ist unbekannt. Zu gut versteckt sind die Brutplätze im unzugänglichen Erlenbruchwald.

Seit der letzten Augustdekade nahm die Zahl der im Teichland übernachtenden „Vögel des Glücks“ kontinuierlich zu. In den vom Vogelschutz-Komitee e.V., dem Kooperationspartner der Landpension Adebar, eigens für den Vogelschutz gepachteten Teichen wurde der Wasserstand auf das Bedürfnis der Kraniche für ihre sichere Nachtruhe eingestellt. Zirka 800 Vögel übernachteten Ende August dort; und die Zahl stieg allmählich weiter. Geschätzt 1.800 – 2.000 Vögel sind derzeit, Ende September, bei der Nahrungssuche auf den Feld- und Grünlandflächen der Region zu sehen. Auf frisch bestellten Äckern finden sie im lockeren Boden reichlich Nahrung an Insekten Drahtwürmern usw.. Die Maisernte hat vor wenigen Tagen begonnen, so dass angesichts des atemberaubenden Arbeitstempos der Erntemaschinen stündlich neue große Flächen hinzu kommen, auf denen die Kraniche nach Futter suchen können. – Ob das Angebot an ausgefallenen Maiskörnern bei dem heutzutage für die Biogasanlagen geernteten Mais noch so reichlich ausfällt wie auf bisherigen Körnermaisplantagen, das sei dahin gestellt. Für den Kranichrastplatz im Rhinluch, der es im Vorjahr ja nur noch auf ca. 35.000 Vögel in der Tagesspitze brachte ( vor wenigen Jahren waren es bis zu mehr als 80.000!) könnte das dauerhaft den Verlust der Rolle als „bedeutendster Kranichrastplatz Mitteleuropas“ kosten.

Man wird sehen, was sich in den nächsten Wochen tut. Derzeit ist der Einflug neuer Wanderer zu beobachten. Meist sind es noch kleine Gruppen, oftmals Familien. Dabei fällt auf, dass zahlreiche Paare nur einen Jungvogel führen. Es scheint so, als sei das diesjährige Brutergebnis kein besonders gutes. Zumindest bei den im weiteren Umkreis (z. B. Uckermark, Oderbruch) brütenden. Denn aus diesem nationalen Bestand rekrutieren sich die zuerst im Rhinluch eingetroffenen Vögel (vgl. dazu Kranichbericht 2011). Es bleibt abzuwarten wie sich das darstellt wenn die großen Schwärme aus dem Baltikum und Skandinavien eintreffen und die Schlaf- und Nahrungsplätze bevölkern.

Am 25.09. war beim morgendlichen Ausflug der Kraniche von den Übernachtungsplätzen im Teichland eine deutliche zahlenmäßige Zunahme der grauen Vögel zu verzeichnen. Erstmals waren es wieder größere Schwärme aus teilweise mehreren hundert Tieren, die da in geringer Höhe - direkt über die Landpension Adebar hinweg - ihren nahe gelegenen Nahrungsflächen zustrebten.

Wir werden dazu weiterhin aktuell berichten.

Schon jetzt wollen wir aber an die alsbald wieder aus Nah und Fern anreisenden und herzlich willkommen geheißenen Besucher appellieren, in jeder Hinsicht Rücksicht auf die Kraniche zu nehmen; man möge bitte weder an den Schlafplätzen noch an den Nahrungsplätzen die Vögel stören und in der Feldflur die von der AG Kranichschutz als ruhebedürftig markierten Bereich nicht betreten oder befahren und die Verhaltenshinweise zu befolgen.

Denn man kann Tiere auch „wegbeobachten“, sie dadurch vertreiben, dass man ihnen zu nahe kommt, ihre arteigene „Fluchtdistanz“ oder den „Meideabstand“ mit seiner Annäherung verletzt und unterschreitet, um seine eigene wohlmeinende Beobachtungsfreude auszuleben – oder auch egoistische Neugier zu befriedigen.

Das Vogelschutz-Komitee wird, um zur Störungsfreiheit der Kraniche beizutragen, auch in diesem Jahr den „rollenden Kranichbeobachter“ bereitstellen, um rücksichtsvolle Natur- und Vogelfreunde an gute Beobachtungsplätze heranzubringen. Dazu werden auch wieder einzelne Plätze mit Körnerfutter beschickt werden, um gute Beobachtungsmöglichkeiten von den Beobachtungsplattformen aus zu schaffen. Dieses Angebot gilt über den ganzen Oktober hin, wenn wir als Landpension Adebar gemeinsam mit unserem lokalen Kooperationspartner Vogelschutz-Komitee die Linumer Kranichwochen 2012 begehen. – Wir berichten weiter.

Nachtrag: Die „Kranichzählung“ am 02. Oktober 12 ergab gut 26.000 Kraniche, die derzeit die Schlafplätze bei Linum aufsuchen.

Mehrere hundert „kranichbegeisterte“ Besucher stellten sich in den letzten Tagen ein, um die Vögel auf den umliegenden Feldern und Wiesen bei der Nahrungssuche zu sehen oder den wahrhaft spektakulären abendlichen Einflug in die Schlafplätze zu erleben.



Neuer Höhepunkt im Kranichzug

Linum, 13.10.2011: Ein starker Einflug von Kranichen aus nordöstlicher Richtung war heute bei strahlendem, ruhigen Herbstwetter am großen „Trittstein“ des Vogelzuges zu beobachten. Ab frühem Nachmittag kamen immer wieder mehr oder weniger große Trupps der großen grauen Vögel an. Zunächst hörte man jeweils die Rufe, dann konnte der suchende Blick in großer Höhe die Neuankömmlinge ausmachen, die über dem Rhinluch-Rastplatz kreisend, sich allmählich herunter „schraubten“.

Einige tausend Tiere dürften es sein, die im Laufe des Tages den Rastbestand vergrößerten. Die meisten kamen wohl aus nordöstlich gelegenen Brutgebieten.

Tagsüber waren überall auf Grünlandflächen, Maisstoppel oder frisch bearbeiteten Fluren im weiten Umkreis des Schlafplatzgebietes die „Vögel des Glücks“ bei der Nahrungssuche zu beobachten, mal in kleinen, mal in größeren Gruppen.  Der Abendeinflug fand, wohl bedingt durch das klare Wetter, heute recht spät statt. Die Mehrzahl der von der Nahrungssuche zurückkehrenden Vögel flog erst gegen 18:30 – 19:00 Uhr ein.


Kranichwoche

Linum, 13.10.2011: Das VsK und seine Kooperationspartner stehen den Kranich-Besuchern zur Verfügung. Täglich, insbesondere über das Wochenende, werden Führungen rund um das Schlafplatzgebiet angeboten und Fahrten mit dem „rollenden Kranichbeobachter“ – dem Kremserwagen, gezogen vom Traktor des VsK.

Die Landpension Adebar bietet einmal mehr Kulinarisches: Neben ausgezeichneten Kaffeespezialitäten ist leckerer Kuchen im Angebot, ferner frisch gegrillter Halloumi-Käse, die zyprische Spezialität, und selbstverständlich das einmalige „Kranichbrot“ – die gegrillte Kreation von Landpension Adebar und VsK.

Besucher sind willkommen in Linum, Nauener Str. 25 / 25 a - Samstag/Sonntag ab 12 Uhr bis nach dem Abendeinflug.



Linumer Tag des Kranichs am 08.10.2011 und Kranichwoche vom 08. bis 16.10.2011

Das Vogelschutz-Komitee und die Landpension Adebar eröffnen symbolisch die Kranichsaison 2011 mit dem Linumer Tag des Kranichs.

Der Vogelzug ist im Gange und alsbald werden die ersten Kraniche aus Ihren nördlichen Brutgebieten sich auf dem derzeit wohl wichtigsten „Trittstein“ Mitteleuropas einfinden. Der in herausragender internationaler Bedeutung stehende Rastplatz im Oberen Rhinluch wird wieder das Ziel für viele zehntausende Kraniche sein, die hier rasten und auch länger verweilen werden. Ihre Schlafplätze finden die „großen grauen Vögel“, die „Vögel des Glücks“ in den speziell dafür bespannten großen „Schlafteichen“ im Teichgebiet Linum, den eigens dafür vorgehaltenen Pachtflächen des Vogelschutz-Komitee, oder den diesmal sogar ohne zusätzliche Bewässerung hinreichend mit Wasser bespannten Wiesen im Luch.

Einen grandiosen Anblick bieten jedem Natur- und Vogelfreund die jeweils hunderte oder in die tausende zählenden Scharen der Kraniche bei ihrem morgendlichen Abflug in die - bis zu 50 km weit entfernt liegenden - Nahrungsareale auf Agrarflächen der Umgebung im „Tiefflug“ über den Ort ziehen. Oder wenn sie bei der spätnachmittäglichen Rückkehr in den Schlafbereich einfliegen.

Linumer Tag des Kranichs
am
Samstag, d. 08. Oktober 2011
ab
10:00 Uhr
in der
Nauener Straße 25 – 25 A



Weitere Partner:

  • BAT – Berliner Artenschutz Team
    Fledermausexperten bieten an: Alles rund um die Fledermäuse – Biologie, Ökologie, Schutzmaßnahmen und mehr
  • „Der Amtmannschiffer“ - Fahrten mit dem Solarboot auf dem Amtmannkanal
  • Stiftung Kranichland (www.stiftung-kranichland.de)
    u.a berichtet Herr Hubert Pomplun viel Wissenswertes über den Kranich
  • Landschafts-Förderverein Oberes Rhinluch - Informationen zum Naturschutz im Rhinluch u.a. Der neue Bildkalender 2012 mit Fotos aus dem Luch.

 


Wir bieten an: 

  • „Der rollende Kranichbeobachter“ (Rundfahrt mit dem Kremserwagen)
  • Kranichführung (Spätnachmittag)
  • Für die Kids: Eine tolle Hüpfburg
  • Adebars „Kranichbrot“ (eigene Kreation: Fladenbrot u.a. mit Schafskäse, Tomate, bestem Olivenöl)
  • El Tordo - bestes ökologisches Olivenöl von den VsK- Vogelschutz-Fincas in Spanien
  • „fingerfood“ – warme Häppchen
  • Kaffeespezialitäten frisch aus dem Adebar Café
  • frisch gebackener Kuchen
  • Kranichbecher – handgetöpferte Becher mit individuellen Kranichmotiven
  • Adebarbecher – handgetöpferte Trinkbecher mit individuellen Weißstorchmotiven
  • u.v.m.

!! Wie die Kraniche sind wir bei jedem Wetter zur Stelle!!

 

Kranichzug hat begonnen (Fehrbellin-Linum, 20.09.11)

Der Zug der Kraniche mit Zwischenstopp auf dem derzeit bedeutsamsten „Trittstein“, dem großen Rastplatz der aus den nordischen Brutgebieten nach Süden ziehenden Kraniche, nimmt deutlich Form an.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel dazu auf der Internetseite des Vogelschutz-Komitee e.V.



Unser Storchenpaar hat Nachwuchs

„Storchendorf“ Linum, 29.06.2011: Der als „Pensionshorst“ geführte Weißstorchhorst bei der Landpension Adebar in Linum ist in diesem Jahr erfolgreich. Direkt über dem dort ansässigen brandenburgischen VsK-Büro sind um den 26. Mai drei Junge geschlüpft, die erstmals am 11. Juni aufstanden und von außerhalb festzustellen waren. Es waren wohl die ersten geschlüpften Küken im gesamten Ort (8 Brutpaare).

Weil im weiteren Umfeld, in dem Mais- Getreide- und Spargelmonokulturen weithin für die Störche eher absolut nahrungslose Flächen darstellen, wird die Futterbeschaffung für die Altvögel recht schwierig gewesen sein. Dennoch hat das diesmal erfolgreiche „Pensions-Brutpaar“ (2010 verstarb das einzige Junge in frühem Entwicklungsstadium) die Nestlinge in guter Versorgung. Diese entwickeln sich prächtig, stehen inzwischen über längere Zeit aufrecht im Nest, flügeln sich u. dgl. mehr. In ca. zwei Wochen wird man wohl den Ausflug erleben.


Storchenpaar eingetroffen

Pünktlich zum gewohnten Datum 2./3. April stellte sich das Weißstorchpaar auf dem "Pensionshorst" der Landpension Adebar ein.

Herzlich willkommen!

Der Mann war Samstagabend gegen 19 Uhr erschienen und hat die Lage erkundet. Am Sonntag gegen 14 Uhr erschien dann auch die Störchin. Die beiden sind seitdem überwiegend auf Nahrungssuche in der Umgebung unterwegs, kehren ab und an einzeln auf den, auf einem alten Schornstein stehenden, Horst zurück wo sie auch gemeinsam die Nachtstunden verbringen.

Nun wird es weiterhin spannend sein, wie es sich dieses Jahr mit dem Nachwuchs ergeben wird. Im letzten Jahr war das einzige erbrütetet Junge Anfang Juni eingegangen.

Aktuell sind in Linum und Umgebung bereits mehrere Weißstorchnester besetzt. Wir werden über die weiteren Ereignisse berichten.

Katrin Stahl



 
 
 Der „Pensionshorst“ 2013


Unsere Storchenfamilie im August 2013

Unsere Jungstörche werden erwachsen

Kräftigungsübungen

Unsere Jungstörche, drei Stück an der Zahl

Unsere Störchin

Unser Storchenpaar

Der „Pensionshorst“ 2012










Wir bitten ausdrücklich, dem Aufruf zum schonenden Umgang mit den Kranichen unbedingt Folge zu leisten.

Für Führungen stehen wir zur Verfügung; Anmeldung bei VsK oder Landpension Adebar.
Auch Fahrten mit dem Kremser-Wagen sind nach Anmeldung möglich zur Beobachtung der Kraniche auf den Feldern.









 
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